Erzähl mir was! Die Kraft der Märchen erfahren
Glücksburg 2024 - Grundschule Glücksburg

Projektziel – Projektinhalt – Hintergrund
In diesem Projekt haben die Schüler:innen einer 3.Klasse Märchenstoffe von H.C. Andersen, den Gebrüder Grimm und afrikanische Märchen kennen gelernt. Sie wurden von der Theaterpädagogin Elisa Priester in die Besonderheiten der Erzählkunst eingeführt und haben daraufhin in Kleingruppen eine Präsentation eines selbstgewählten Märchens erarbeitet, das sie frei im Altenheim und vor ihren Familien nacherzählt und -gespielt haben
Institution(en)
Grundschule Glücksburg
DRK-Pflegezentrum Glücksburg
Gruppengröße
18 Kinder einer 3.Klasse
2 Lehrkräfte
12-15 Bewohner des Pflegeheims
2-3 Alltagsbetreuerinnen
1 Theaterpädagogin
Altersstufe
Primarstufe
Rahmenbedingungen
Siehe Projektbeschreibung
Zeitumfang (in den verschiedenen Phasen)
9 Termine à drei Stunden, drei davon im Pflegezentrum sowie ein zweistündiger Termin (klasseninterne Weihnachtsfeier in der Schule)
Projektverlauf
Zu Beginn des Projekts sind die Schüler:innen mit ihnen bekannten und unbekannten Märchenstoffen in Berührung gekommen. Neben den bekannteren Märchen der Gebrüder Grimm und von H.C. Andersen stellte Elisa Priester auch afrikanische Märchen vor, in dem sie sie vorspielte und erzählte. Darüber hinaus wurden die Schüler:innen eingeladen, ihre eigenen Lieblingsmärchen mitzubringen, welches mehrere Kinder taten.
In den nächsten Terminen ging es darum, die grundsätzlichen Fertigkeiten, die es braucht, um etwas anschaulich und mitreißend zu erzählen, spielerisch zu schulen. Theaterübungen luden ein, die Ausdrucksfähigkeit der eigenen Mimik, Körpersprache und Stimme kennen zu lernen und zu erweitern. Die Märchenmerkmale wurden durch ein Quizz oder das Spiel Märchen-Memory kennen gelernt. Dann haben die Schüler:innen in Kleingruppen Märchen ausgewählt und die passende Erzählweise für die Geschichte gefunden. Je nach Interesse und Fähigkeiten der Teilnehmenden haben sie ihr Märchen auf unterschiedliche Arten gemeinsam erzählt:
Eine Schülergruppe nutze die Stimme als primäres Gestaltungsmittel und fokussiert die Darstellung des Märchens „Die drei kleinen Schweinchen“ auf die lautmalerische, rhythmische Qualität des Märchens.
Andere Schüler:innen wollten das Erzählen durch szenischen Elemente veranschaulichen. Mit Hilfe von ausgewählten Requisiten und Kostümteilen schlüpften sie in einzelne Rollen oder haben mit Standbildern das Märchen zum Leben erweckt (Hans im Glück, Rotkäppchen).
Eine dritte Gruppe hat mit einer Tischbühne gearbeitet. Sie haben ihr Erzählen mit ausgewählten Materialien auf einer Art Miniaturbühne bebildert. Die Schüler:innen haben die Alltagsgegenstände wie beispielsweise Kochlöffel durch ihre Bewegungen belebt und sie so zu den Protagonisten des afrikanischen Märchens Der Schlangenhäuptling werden lassen.
Nach einer intensiven Erarbeitungs- und Probenphase haben die Schüler:innen an drei Terminen ihre Märchen im DRK-Pflegezentrum einer Gruppe von Bewohnern präsentiert. Pro Treffen wurden zwei Märchen erzählt. Darüber hinaus gab es Zeit und Raum zum gegenseitigen Kennenlernen (beispielsweise gab es immer eine Begrüßung auf unterschiedliche Bewegungsarten zu Musik). Die gemeinsame Freude an den Märchen hat alle Anwesenden über Altersgrenzen hinweg verbunden. Mit jedem Termin konnte die Zurückhaltung der Kinder sichtbar abgebaut werden, sodass mehr Nähe entstand. Die positiven Rückmeldungen der Bewohner sowie die sichtbare Freude über ihr Tun bestärkten die Schüler:innen. Während gemeinsamen Märchen-Ratespielen und in den Pausen mit Leckereien gab es immer wieder berührende Begegnungen zwischen Alt und Jung.
Bei der klasseninternen Weihnachtsfeier an einem Nachmittag im Dezember haben die Schüler:innen ihren Familien fünf der erarbeiteten Märchen präsentiert. Das Projekt fand so einen feierlichen Abschluss und die Eltern erhielten Einblicke in das Projekt.
Projektabschluss / Dokumentation
Präsentationen im Pflegezentrum und vor den Familien der Schüler:innen bei der Weihnachtsfeier sowie fotografische Begleitung eines Termins im Pflegezentrum.
Hauptansprechpartnerinnen
Elisa Priester, Theaterpädagogin und Kulturvermittlerin
Kerstin Reich, Klassenlehrerin
Weitere Mitwirkende
-
Verweise auf Begleitmaterialien
-
Sponsoren/Kooperationspartner
Jugendförderung Kreis Schleswig-Flensburg
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